Ein neues Zuhause bedeutet für viele Hunde vor allem eins: Stress. Reizüberflutung, fremde Menschen, neue …
Du überlegst, einem Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause zu geben, steckst mitten im Adoptionsprozess oder der Einzug steht schon kurz bevor?
Egal an welchem Punkt du stehst: Was braucht man für den Anfang wirklich? Und an welchen Papierkram muss man vorab denken?
Der Markt ist riesig, doch Tierschutzhunde brauchen zu Beginn vor allem Sicherheit, Ruhe und die richtige Vorbereitung. In dieser Checkliste haben wir alle wichtigen To-Dos, Anschaffungen und Schritte aus unserer Tierschutz-Praxis kompakt für dich zusammengestellt.
Wichtig: Dies ist keine vollständige Liste! Jeder Mensch hat individuelle Vorstellungen vom Zusammenleben mit seinem Hund. Die Checkliste soll lediglich zur ersten Orientierung dienen.
Unverzichtbar für Tierschutzhunde, um ein Herausschlüpfen bei Panik zu verhindern. Bei uns ist es in den ersten Wochen vertraglich vorgeschrieben (!) und auch später bei unbekannten Reizen wie Silvester oder Bahnfahrten ein verlässlicher Schutz.
Für Steuermarke, Tasso-Marke und Notfall-Adresse (nicht zum Ziehen an der Leine nutzen).
Kurze Leine (ca. 2 Meter, mehrfach verstellbar) für Alltag und Stadt.
Für die ersten Tage/ Wochen wird eine Leine am Geschirr (bauchseitig) und eine zweite Leine am Halsband (oder Bauchgurt des Menschen) geführt.
5 bis 10 Meter für gesicherten Freilauf-Ersatz im Grünen.
Direkt am Geschirr befestigt (Name + Mobilnummer mit Ländervorwahl), alternativ Tasso-Marke, zur schnellen Identifizierung des Halters/ der Halterin, falls dein Hund entlaufen sollte.
Passgenauer Drahtmaulkorb (keine enge Stoffschlaufe, kein Plastik) für Bahnfahrten, Notfälle oder Tierarztbesuche. Bei Unsicherheiten zur richtigen Passform empfehlen wir, eine Maulkorbberatung in deiner Nähe zu kontaktieren. Gerne unterstützen wir dich dabei!
Für Spaziergänge bei Dunkelheit.
Optional, aber sehr ratsam in den ersten Wochen zur Ortung falls dein Hund entlaufen sollte.
Orthopädisches Hundebett oder Hundebox (mit bequemen Hundekissen) an einem ruhigen Ort (kein Durchgangsbereich, keine direkte Heizung/Zugluft).
Hundekörbchen in einem anderen Raum wie der Haupt-Schlafplatz für Nähe zum Menschen.
Rutschfest (Keramik oder Edelstahl; am besten spülmaschinenfest).
Im besten Fall: Futtervorrat des bisherigen Futters für mindestens 2–3 Wochen (zur Vermeidung von Magen-Darm-Problemen).
Zum exakten Abmessen der Tagesration.
Kleine, weiche Belohnungen mit hoher Akzeptanz. Leckerlis sollten von der Tagesration des Hundes abgezogen werden.
So natürlich wie möglich. Generelle Empfehlung, um Zahnschäden zu vermeiden: Das Produkt sollte mit dem Fingernagel eindrückbar sein. Geeignet sind z.B. Kopfhaut, Ochsenziemer, Kaninchenohren.
⚠️ Kauholz oder Geweihe hingegen können die Zähne kaputt machen!
Zur mentalen Auslastung und Beruhigung.
Passend zum Felltyp (Unterwolle, Kurzhaar, Langhaar). Gerne stehen wir euch so gut wie möglich beratend zur Seite.
Rückfettend und parfümfrei.
Alte Handtücher direkt an der Eingangstür bereitlegen, um schmutzige Pfötchen (oder auch den gesamten Hund) abzuputzen.
Ausreichender Vorrat für die ersten Wochen
Speziell für Hunde, KEINE Menschenzahnpasta verwenden (hochgiftig!). Das Putzen sollte positiv aufgebaut werden.
Zimmer- und Gartenpflanzen auf Giftigkeit prüfen (z. B. Monstera, Eibe, Oleander)
Kabelkanäle nutzen, lose Mehrfachstecker sichern.
Zaunhöhe prüfen, Schlupflöcher am Boden sichern, Zäune untergrabsicher machen.
Beachte hier das maximal zugelassene Höchstgewicht für den Gurt!
Diese Option bitte nur mit zusätzlicher Sicherung durch einen Anschnallgurt nutzen, sonst kann es zu Bußgeldern kommen.
Stoßstangenschutz zum Ein- und Aussteigen schützt vor Kratzern und Schmutz.
Schokolade, Weintrauben, Zwiebeln, Knoblauch, Xylit (Birkenzucker), Avocado, Alkohol und Koffein sind hochgiftig für Hunde!
z.B. mit Verbandsmaterial, selbsthaftenden Binden, Wunddesinfektion, Fieberthermometer, Pinzette, Einmalspritzen (zum Ausspülen), Wundheilsalbe.
Adresse und 24/7-Notfallnummer der nächsten Tierklinik aufschreiben / einspeichern.
Kontaktdaten des Haus-Tierarztes im Handy einspeichern.
Zum Vorstellen vor dem ersten dringenden Besuch.
Sicheren Aufbewahrungsort im Haushalt festlegen.
VOR dem Einzug abschließen (Versicherungsschein griffbereit haben).
Tarife vergleichen und zeitnah abschließen (Wartezeiten beachten!).
Formular der Stadt/Gemeinde raussuchen (Anmeldung meist innerhalb von 14 Tagen Pflicht).
Nach der Übergabe die Chipnummer kostenlos online auf den eigenen Namen registrieren/ummelden.
Prüfen, ob im jeweiligen Bundesland Pflicht und ggf. Termin vorab vereinbaren. In einigen Bundesländern muss der Theorieteil VOR der Adoption erfolgreich bestanden werden.
Mindestens 2–4 Wochen durchgehende Anwesenheit einplanen --> Alleinbleibetraining!
VOR ADOPTION! Familie, Freunde oder Nachbarn informieren, wer im Notfall (Krankenhaus etc.) einspringen kann.
Der Hund darf erstmal ankommen und in den ersten paar Wochen seinen Umzug verarbeiten.
Plane für die ersten Tage am besten so vor, dass keine Besorgungen anstehen. Dein Hund sollte am Anfang noch keinesfalls alleine gelassen werden. Nutze diese wertvolle erste Woche ganz gezielt, um in Ruhe anzukommen und eine starke Bindung aufzubauen.
Bereits vorab nach einer gewaltfrei arbeitenden Hundeschule suchen. Wir beraten gerne, wenn möglich.
Vorab mit allen Familienmitgliedern klären: Darf der Hund aufs Sofa? Ins Bett? Wer füttert wann? Welche Räume sind verboten? Gassigehzeiten?
Besonders Hunde mit kurzen Beinchen frieren schneller, ebenso Hunde ohne Unterwolle und alte oder kranke Hunde.
Zum Verstauen von Leckerlis und Kotbeutel.
Unverzichtbar zur geruchsneutralen Reinigung von Pipiunfällen im Haus (besonders bei Welpen und Hunden, die noch nicht stubenrein sind).
Optional, für unkastrierte Hündinnen während der Läufigkeit.
Jedes Mensch-Hund-Team entwickelt seine ganz eigenen Routinen! Wenn du noch Fragen hast oder eine Ergänzung für unsere Liste kennst, schreib uns jederzeit gerne an website@hucin.de
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